
16.11.25 –
Die Schlagzeilen klangen toll, der nachfolgende Text dann nicht mehr ganz so. "Grünes Licht für Franken-Sachsen-Magistrale", hieß es beispielsweise in der Frankenpost. Wer sich die Mühe gemacht hatte weiter zu lesen musste jedoch feststellen, dass dieses Grüne Licht nur bis Schnabelwaid gilt.
Wenn man aus Nürnberg in Schnabelwaid ankommt, dann hat man noch nicht einmal den halben Weg bis Hof zurückgelegt. Schnabelwaid liegt von Nürnberg kommend kurz hinter Pegnitz. Für den Rest der Strecke bis Hof? Fehlanzeige!
Nicht, dass zwischen Nürnberg und Schnabelwaid in nächster Zeit die Bagger anrollen werden, bis dahin wird noch viel Wasser die Pegnitz herunterlaufen. Genehmigt wurden nämlich nicht die Mittel für die Elektrifizierung der Strecke, sondern nur solche für die "Entwurfs- und Genehmigungsplanung". Bis Schnabelwaid. Darüber hinaus, von Schnabelwaid nach Hof, wird weder für Entwürfe noch Genehmigung geplant.
Was bedeutet, dass sich erstmal gar nichts ändert, und Hof weiterhin auf absehbare Zeit "Diesel-Insel" bleibt. Ein Zustand, der seit drei Jahrzehnten kritisiert und diskutiert wird. So wie es derzeit aussieht steht zu befürchten, dass zu diesen nochmal einige Jahrzehnte hinzukommen könnten.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
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