Impfen - Mit der richtigen Strategie!

Eine Veranstaltung der Grünen Jugend Hof am 11.3. um 19 Uhr:
Wir informieren über die Impfung gegen Covid19, erklären die Wirkungsweise der unterschiedlichen Impfstoffe, insbesondere der neuen mRNA-Impfstoffe. Wir reden über die Zulassungsverfahren und entlarven die wichtigsten Verschwörungserzählungen. Außerdem diskutieren wir mit euch über die bayerische Impfstrategie, über die Sinnhaftigkeit von Diskussionen um Impfpflichten und darüber, wie man die Impfbereitschaft wirklich steigern kann. Andreas Krahl und Florian Siekmann bringen dabei ihre Expertisen aus der Praxis als Fachkrankenpfleger und Biochemiker ein.

Die Online-Runde findet unter diesem Link statt:
https://public.senfcall.de/impfen-mitderrichtigenstrategie


Amazon in Schwarzenbach/Saale?

Ein Kommentar von Nanne Wienands

Amazon in Schwarzenbach/Saale? Mit der Bestätigung dieser Frage preschte der Oberkotzauer Bürgermeister Breuer vor, ehe die Schwarzenbacher Stadträte aus erster Hand informiert wurden. Ein Unding, um es vornehm zu formulieren. Wir werden sehen, ob es tatsächlich so kommt. Aber gleich daraus abzuleiten, dass man deswegen die neue Umfahrung Oberkotzau braucht, ist verwegen. Die 30 Jahre alte Planung für diese Umfahrung muss auf den Prüfstand, denn die ökologischen und verkehrspolitischen Parameter haben sich enzwischen geändert. Und nicht umsonst hat sich in Oberkotzau eine starke Bürgerinitiative gegründet, die sich gegen den Bau der Straße ausspricht. Am 14. März 2021 kommt es deswegen in Oberkotzau zu einem Bürgerentscheid. Dass auch Schwarzenbach/Saale von diesem Monsterstraßenbau betroffen ist, ist vielen Schwarzenbachern noch gar nicht bewusst.

Hier kann man sich informieren: https://ortsumgehung.uw-oberkotzau.de

WENN das Verteilzentrum in Schwarzenbach/Saale kommen sollte, würden die online bestellten Waren z. B. nach Fattigau und Oberkotzau (und viele andere kleine Ortschaften der Umgebung) geliefert werden. D. h., die Fahrzeuge suchen die Adressen der Besteller, und nicht den Weg um die Orte herum.

Ein Großteil des Verkehrs auf der Straße durch Fattigau und Oberkotzau ist "hausgemacht", es ist Ziel- und Quellverkehr. Und den kriegt man mit der dicksten Umfahrungsstraße nicht weg. Es gilt auch hier die alte Erkenntnis: wer Straßen sät, wird Verkehr ernten! Wer es den Autos leicht macht, fördert den Autoverkehr! Wenn es anders wäre, hätten wir durch mehr Straßen ja weniger Verkehr - das Gegenteil ist der Fall.

Zurück zu den Logistikunternehmen, wer auch immer es sein wird: durch die neuen Mitarbeiter, die die neuen Arbeitsplätze besetzen, wird der Einzelhandel nicht gerettet. Sie werden - wie inzwischen leider fast jeder andere Mensch auch - einen Teil ihrer Einkäufe im Laden tätigen und einen Teil im Versandhandel bestellen. Verbesserungen des Versandhandels, der seine günstigeren Preise anbieten kann, weil er niedrigste Löhne zahlt, fördern den Einkauf bei den Versandhändlern.

Wir müssen das ganz sachlich sehen: wir haben es alle in der Hand, ob wir den örtlichen Handel unterstützen oder den großen Onlinehändler, der nicht einmal Gewerbesteuer in der jeweiligen Kommune zahlt, in der er seine Lager- und Verteilzentren baut.

Eine schwierige Gemengelage, die sich noch dadurch verschärft, als es Probleme bereiten dürfte, die neuen Arbeitsplätze zu besetzen.


Einwendungen gegen Mountainbikepark am Kornberg noch bis 28. Februar

Am Kornberg soll bald ein Mountainbike-Trailparkes als eventtouristisches Projekt entstehen. Einwendungen gegen dieses aus oköligischer Sicht durchaus problematische Vorhaben sind noch bis 28. Februar 2021 möglich. Es steht zu befürchten, dass hier die Natur zur bloßen Kulisse ohne Rücksicht auf die bestehenden intakten Lebensräume degradiert werden soll.

Der Kornberg ist eines der letzten Rückzugsgebiete für Flora und Fauna im Fichtelgebirge. Nun, da es wegen des Klimawandels weniger schneereiche Winter mit Sportangeboten für Skifahrer geben wird, versucht man, den Berg zur ganzjährig befahrbaren Kulisse für den Radsport zu machen. Ähnliche Angebote gibt es jedoch bereits in relativer Nähe zum Kornberg.

Daher die Bitte an alle Mitglieder und naturverbundenen Sympathisanten: Macht euch kundig und schreibt Einwendungen. Die gesamten Unterlagen zum Mountainbike-Trailpark sind bis zum 28. Januar 2021 unter folgendem Link einsehbar und sind herunterzuladen: https://www.landkreis-wunsiedel.de/landkreis/oeffentliche-bekanntmachung/errichtung-eines-mountainbike-parks-mit-lernparcours

Einwendungen müssen bis spätestens einschließlich 28. Februar 2021 schriftlich beim Landratsamt Wunsiedel i. Fichtelgebirge, Jean-Paul-Straße 9, 95632 Wunsiedel eingehen.

Weitere Informationen und eine beeindruckende Galerie mit Bildern der dort lebenden Tierarten finden sich auf der Seite der Kreisgruppe Hof des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern (LBV) e. V.: hof.lbv.de/naturschutz/der-gro%C3%9Fe-kornberg


Schwarzenbacher Stadtrat Günter Letfuß scheidet aus und wird geehrt

Die Übergabe eines Geschenkkorbes durch Gudrun Kiehne (links im Bild) und Marion Klinger an Günter Letfuß in Schwarzenbach an der Saale am 19. Januar 2021.
Die Übergabe eines Geschenkkorbes durch Gudrun Kiehne (links im Bild) und Marion Klinger an Günter Letfuß in Schwarzenbach an der Saale am 19. Januar 2021.

Nach mehr als 30 Jahren im Stadtrat von Schwarzenbach/Saale ist Günter Letfuß (Grüne) im Januar offiziell verabschiedet worden. Zum Anlass seines Ausscheidens und als Dank für sein langjähriges Engagement hat der Vorstand des Kreisverbands Hof Günter Letfuß am 19. Januar 2021 einen Geschenkkorb überreicht. Vorstandsmitglied Marion Klinger verlas eine Laudatio zu seinen Ehren. „Wir danken Dir auch für Deine Mitgliedschaft bei den Grünen. In dieser langen Zeit hast Du Deine Kraft als Mitglied des Kreistags für örtliche und überörtliche Ziele der Grünen eingesetzt“, heißt es darin auszugsweise.

Grüne Keimzelle der Region

Letfuß, der zusammen mit Gudrun Lehmann die Keimzelle der Grünen in Schwarzenbach und im Landkreis bildete, war zudem (mit Unterbrechung) fast 18 Jahre im Kreistag vertreten, hier in Fraktionsgemeinschaft mit der SPD. In die grüne Partei trat er bereits am 7. März 1984 ein und prägte ihre Entwicklung in der Region maßgeblich mit. Noch vor seiner Zeit als Stadtrat hatte er mit dem damaligen Altbürgermeister Schneider die grüne Tonne als Modellprojekt des Landkreises in Schwarzenbach/Saale erreicht.

Bei der Kommunalwahl 1990 stieg Letfuß dann offiziell in die Lokalpolitik ein. Aus der Schwarzenbacher Ortsgruppe des Bund Naturschutzes heraus konnte er eine Liste mit 13 Personen aufstellen, die zur Wahl antraten. Dank seines hohen Ansehens und seines Engagements in Schwarzenbach wurde er als einziger Grüner gewählt. Letfuß holte mehr als doppelt soviel Stimmen wie jeder Andere. Dies setzte sich bei den weiteren Wahlen fort.

Nähe zum Bürger und Einbindung der Jugend

Ein besonderes Anliegen war und ist Günter Letfuß immer die Nähe zum Bürger und die Einbindung der Jugend. Deshalb hat er abseits der Politik auch alternative Kulturevents veranstaltet, zu denen regelmäßig nicht nur Grüne, sondern auch zahlreiche Sympathisanten und Mitglieder anderer Parteien kamen. Martin Wolfers-Mildner, ebenfalls Schwarzenbacher und langjähriger Weggefährte, würdigt Letfuß als „aufrechten Kämpfer gegen Atom und Rechts.“ Er sei etwa in Wackersdorf, Mödlareuth und in Wunsiedel immer bei Demonstrationen aktiv. Der Helmbrechtser Kreistagsabgeordnete Thomas Friedrich lobt den politischen Stil von Günter Letfuß: „Günter ist immer auf Ausgleich bedacht, es ist ihm wichtig, Ziele zu erreichen, nicht sich zu profilieren. Dafür hat er oft auch den Kompromiss mit SPD und CSU gesucht, um die nötigen Mehrheiten zu bekommen. Er hat oft unspektakulär, aber kontinuierlich und verlässlich gearbeitet.“

Letfuß übergibt an seinen Nachfolger Andreas Link

Letfuß war über drei Jahrzehnte eine feste Größe in der Schwarzenbacher Lokalpolitik und wurde am 12. Januar während der Stadtratssitzung offiziell verabschiedet. Seinen Platz nimmt nun Andreas Link ein, der in Schwarzenbach einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb besitzt und mit Themen wie „Ökologisches Bauen“ und „Regenerative Energien“ Zeichen setzen will. Letfuß will sich unabhängig vom Stadtratssitz auch künftig weiter für Politik und Kultur engagieren.


1.000 FFP2-Masken für Schulen und soziale Einrichtungen

Start der Masken-Verteilaktion am Grünen Büro mit den Vorstandsmitgliedern. Von links nach rechts: Andreas Künneth, Marion Klinger, Ralf Reusch.

Die Anordnung der bayerischen Staatsregierung, dass ab Montag, den 18.1.2021 im ÖPNV und beim Einkaufen FFP2-Masken verpflichtend sind, löste einen regelrechten Sturm auf Apotheken und Drogerien aus. Die Masken wurden mancherorts schnell knapp und stellenweise zu überhöhten Preisen verkauft. Gerade für sozial schwächere und bedürftige Menschen stellt das ein Problem dar.

Der Kreisverband Hof von Bündnis90/Die Grünen hat sich deshalb – wie auch die Stadt und der Landkreis Hof – entschlossen, ein größeres Kontingent Masken für soziale Einrichtungen, Schulen, Flüchtlingsunterkünfte sowie die Wohnungslosenhilfe zur Verfügung zu stellen. Auf Anregung des Stadtrats der Grünen, Sebastian Auer, wurden 1.000 Masken beschafft und an die Leiter der jeweiligen Einrichtungen übergeben. „Wir wollen damit unseren Teil dazu beitragen, dass die beschlossenen Corona-Maßnahmen gerade die Schwächsten nicht noch stärker belasten“, erklärte Auer.

Im Zeitraum zwischen Freitag, den 15. und Montag, den 18.1. gehen die FFP2-Masken an folgende Einrichtungen: Thomas-Breit-Haus, Bahnhofsmission, Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber, Sophienschule Hof, Christian-Wolfrum-Grundschule Hof, Neustädter Schule Hof, Hofecker Grundschule Hof sowie das internationale Mädchen- und Frauenzentrum der Ejsa.

Andreas Künneth, Schriftführer im Vorstand des Kreisverbands, engagiert sich persönlich stark für Geflüchtete und freut sich umso mehr über die Verteilung: „Die Grünen stehen für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft, was sich in dieser Aktion praktisch niederschlägt. Und gerade in Zeiten der Pandemie braucht es Zusammenhalt mehr denn je“, betonte Künneth. 

Stellungnahme zum Bericht "Grünes Licht für Flüsseradweg"

Stellungnahme zum Bericht "Grünes Licht für Flüsseradweg" vom 23.12.2020 (Saaleradweg durch Schwarzenbach/Saale) 

Von Nanne Wienands:
Der o.g. Bericht bezieht sich auf die Stadtratssitzung vom 15. Dezember 2020 in Schwarzenbach/Saale. Ich bin mehrfach gefragt worden, warum ich gegen die Vergabe der Planung des Saaleradweges in Schwarzenbach gestimmt habe. Dazu nehme ich gern Stellung:

Bei der Abstimmung im Stadtrat ging es um den Auftrag an das Planungsbüro für den Saaleradweg etwa von Förbau bis zur Hertelsleite; also an der Saale entlang quer durch Schwarzenbach. Natürlich habe ich nichts gegen Radfahrer und auch nichts gegen ausgewiesene und neue Radwege.

Aber ich habe im vergangenen halben Jahr unmittelbar miterlebt, was sich zwischen Rehau und Oberkotzau ereignet hat. Man hat in diesem Bereich schlichtweg alle Gesetze zum Schutz der Natur ignoriert und den neuen „Perlenradweg“ durch ein wertvolles  unter Schutz stehendes Biotop asphaltiert. Dabei wurden unter strengem gesetzlichen Schutz stehende Pflanzen vernichtet. Wenige Meter daneben wäre ein ausreichend breiter Weg gewesen, aber man konnte sich offenbar nicht über die Besitzverhältnisse einigen. Die Behörden haben das Vorgehen nachträglich genehmigt.

Eine Genehmigung zum Bau des Radweges durch das Landschaftsschutzgebietes Wojaleite lag ebenfalls nicht vor. Diese wurde erst nachträglich erteilt, als es eine Anfrage dazu gab. Ohne Nachfragen von aufmerksamen Bürgern und Verbänden hätte es auch diese nachträgliche Genehmigung nicht gegeben. Eigentlich wäre in diesem Bereich jegliche Baumaßnahmen verboten gewesen. Auch auf dem Rehauer Gemeindegebiet gab es im Zusammenhang mit dem Bau des Perlenradweges nach heutigem Kenntnisstand keine Genehmigungen.

Der Vorgang ist ungefähr vergleichbar mit folgendem Ereignis:  
Jemand fährt über ein rote Ampel, verursacht einen Unfall und die zuständige Behörde sagt dann "Ist doch nicht so schlimm, wir genehmigen das Überfahren der roten Ampel rückwirkend!"

So kann man meiner Meinung nach nicht mit den Naturschutzgesetzen umgehen. Alle bisher für den Perlenradweg vorgelegten Genehmigungen wurden erst im Nachhinein erteilt.
Das Argument, dass im Schwesnitztal ja auch die Bahnlinie entlang geht, greift nicht. Die Bahn ist vor ca 170 Jahren gebaut worden, die Einweihung war am 1. November 1865. Damals gab es noch große zusammenhängende intakte Lebensräume. Wald- und Artensterben, der Klimawandel, die massive Übernutzung der Landschaft durch Zersiedelung und durch die Zerschneidung von Straßen waren noch nicht absehbar.

Radwegebau ist heutzutage ähnlich aufwendig wie ein Straßenbau. Es geht nur noch mit großen Baustellen, mit Baggern und LKW`s, Generatoren und Nebenbauflächen. Es kommt zu einem hohen Fahrzeug- und Geräteeinsatz. Für mich ist es fraglich, ob ein Radweg durchgängig asphaltiert sein muss. Wenn ich mir vorstelle, dass man am Schützenhaus in Schwarzenbach/Saale die wenigen Meter zwischen dem Saalesteg und der Schützenstraße auf 2,50 m verbreitert und asphaltiert, beidseitig zusätzlich 0,5 m Bankett anlegt, bedeutet das den Verlust von mehreren Bäumen in einem geschützten Landschaftsbestandteil. Für einen Radfahrer bedeuten Bäume übrigens immer willkommenen Schatten. Zu den 2,50 m Breite des Radweges kommen in der Regel Randstreifen, so dass ein Radweg entsteht, den man im Sommer und im Winter pflegen muss. Das bedeutet aber auch: Folgekosten; mehr Arbeit für den Bauhof.

Asphaltierte Radwege bedeutet Flächenversiegelung. Dieses Thema wird ja gerade intensiv in Bayern und anderen Bundesländern diskutiert. Gegenwärtig werden in Bayern täglich 10,5 ha Boden versiegelt. So hebt die Bauweise des Radweges letztlich ein Stück weit den Sinn eines solchen Weges wieder auf.

Mein Ziel ist es, dass durch Schwarzenbach ein Radweg verläuft, bei dessen Planung alle geltenden Gesetze berücksichtigt werden, und mit dem auf sensible oder geschützte Bereiche Rücksicht genommen wird. Der gewünschte Radweg könnte auch zu 100 % auf bereits bestehenden, wassergebundenen Wegen und auf wenig von Autos befahrenen Straßen ausgewiesen werden; jeder Radfahrer ist bisher problemlos von Förbau bis zur Hertelsleite gekommen.

Ich werde dem Vorhaben Saaleradweg nur zustimmen, wenn alle Umweltaspekte realistisch berücksichtigt worden sind, und das nicht erst nach der Planung, sondern vorher. Ich möchte, dass die Schönheiten und Besonderheiten unseres Landkreises, unserer Stadt und der Saaleauen sichtbar werden und die Radfahrer nicht blindlings auf einem Radrennweg daran vorbei geführt werden. Das Argument, dass die Radfahrer schon an der Saalequelle überlegen, ob sie in Hof oder in Pottiga übernachten, zeigt mir, dass wir eigentlich einen langsamen Weg organisieren müssten, damit die Radfahrer sehen und erleben, wo sie fahren.

Mein Ziel ist es, dass auch Radwege dem Radfahren entsprechend umweltfreundlich und unter Einhaltung der Naturschutzgesetze gebaut werden. Dass die finanziellen Zuschüsse dafür aus einem Programm für den Klimaschutz kommen, verpflichtet eigentlich dazu.

Ohne Corona würden wir Grünen zu diesen Themen zu Diskussionsveranstaltungen einladen, aber das geht leider nicht. Die Öffentlichkeitsbeteiligung dazu aber sollte es geben. Die Pläne müssen so wie sie jetzt sind auf den Tisch, sie müssen öffentlich einsehbar sein. Gemeinsam mit der Bevölkerung könnten wir einen Radweg sinnvoll gestalten.

Sorge um den Großen Kornberg

Bereits am 25. November 2020 erklärten die Grünen öffentlich ihre Bedenken am laufenden Verfahren der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zu den Vorhaben am Großen Kornberg. Der Wunsiedler Landrat Peter Berek war nahezu zeitgleich Empfänger eines Schreibens dreier Mitglieder der Hofer Grünen: Swanti Bräsecke-Bartsch, Mirjam Kühne und Nanne Wienands gaben auch im Namen der grünen Abgeordneten im Hofer Kreistag ihrer Sorge Ausdruck, dass die bisherigen Untersuchungen am Kornberg weder ökologisch noch juristisch haltbar sind.

Der Wunsiedler Landrat Peter Berek ist Vorsitzender des Zweckverbands für den touristischen Ausbau des Kornbergs. Die Landkreisgrenze Hof / Wunsiedel verläuft mitten durch das Kornberggebiet.
Die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung sowie der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) liegen nun zwar vor; sie bilden aber für die Grünen eher Anlass zur Skepsis und zur Beunruhigung, als zur Freude. Einerseits seien beide Prüfungen nachweisbar fehlerhaft; andererseits müsse nun eigentlich rein formal rasch das Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung eröffnet werden. Für die Grünen entsteht an diesem Punkt die Forderung nach dem Stopp des gesamten Verfahrens.

Einen großen Mangel sehen die Hofer Grünen darin, dass der Untersuchungsraum im Rahmen der UVP viel zu klein gefasst wurde. Ihrer Meinung nach hätte der Untersuchungsraum das gesamte Waldgebiet mit dem bestehendem Trailnetz und den Wanderwegen umfassen müssen. Berücksichtigt werden müssten am Kornberg zudem die forstwirtschaftliche Nutzung, die Trinkwasserschutzgebiete sowie die zu erwartenden Kumulationen mit dem Konzept des "Ausbaus des Kernwegenetzes im Dreiländereck" sowie den Ausbau der Stromtrasse, die zu Zerschneidungen des gesamten Areals führen werden.

Ein weiterer grundlegender Kritikpunkt ist die Untersuchungsdauer im Rahmen der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP). „In der Regel werden solche Untersuchungen und Beobachtungen über einen gesamten Jahreszyklus durchgeführt; dies ist leider unterblieben," so die Grünen. Aus diesem Grunde seien bestimmte Tierarten nicht in den Untersuchungsergebnissen berücksichtigt, obwohl sie nachgewiesen werden können.

Die Einrichtung von Wildschutzzonen ist eine klare Bedingung dafür, dass ein neuer Trailpark überhaupt eröffnet werden darf. Die Zonen sind notwendig, um EU-relevanten Tier- und Pflanzenarten Schutz - und Rückzugsraum zu bieten, sowie um die bestehenden Wildtierwanderkorridore zu erhalten. Letztere wurde im Jahr 2011 mit dem Bau der Grünbrücke (Kostenrahmen 4,3 Millionen Euro) über die A93 Rechnung getragen. Die Grünen machen weiterhin darauf aufmerksam, dass unmittelbar im Anschluss an den Rehauer Forst das tschechische "Pan European Ecological Network for Central and Eastern Europe" beginnt, welches ebenfalls keine Beachtung in den Prüfungsunterlagen findet.


Der Gedanke an die Zusammenarbeit mit Tschechien legt nahe, dass auch die gesetzlichen Regelungen der EU beachtet werden müssen. Das wäre u. a. die Aarhus-Konvention, die grenzübergreifende Umweltverträglichkeitsprüfung sowie die vorgelagerte grenzübergreifende Strategische Umweltprüfung (SUP). Eine Reihe von Initiativen der EU befassen sich mit der Struktur von umweltrelevanten Eingriffen und geben Richtlinien dafür vor. An der Einhaltung dieser Richtlinien hängen auch die Zuschussvergaben.
"Es kann ja wohl nicht sein," so die Hofer Grünen, "dass mit europäischen Zuschüssen gegen europäische Gesetze verstoßen wird?"


Begehung der Ortsumgehung Fattigau-Oberkotzau

Eine Minute dauert es, wenn man sich im Internet auf der Seite ortsumgehung.uw-oberkotzau.de den Verlauf der geplanten Ortsumgehung Oberkotzau ansieht. Zwei Stunden dauert es, wenn man sich vor Ort einen kleinen Einblick verschafft in diese Baumaßnahme, Monate würde es dauern, sich in die Materie und ihre Geschichte mit allen Aspekten einzuarbeiten. Wenn damit jemand beruflich zu tun hat, ist er gut beschäftigt. Wer das ehrenamtlich tut, weil es ihn umtreibt, der ist zu bewundern.

In Oberkotzau gibt es solche Menschen. Christian Feller, Wolfgang Peukes, Erik Winterling und Simon Hennig sind vier von ihnen, und sie gingen am vergangenen Samstag mit den Kreisräten der Bündnisgrünen über die Oberkotzauer Fluren, um den besagten "kleinen Einblick" zu vermitteln. "Das Projekt sollte nochmals gründlich infrage gestellt werden," war die einhellige Meinung der Gruppe nach den besagten zwei Stunden. "Eine ganze Reihe von Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten rigoros verändert," meinte Mirjam Kühne, die Fraktionssprecherin der grünen Kreistagsfraktion. "Allein der Klimawandel, die Mobilitätswende, Flächenversiegelung, Wasserknappheit, Änderung des Konsumverhaltens, mehr Bedarf an Naherholungsmöglichkeiten und die finanziellen und ökologischen Folgen der Coronakrise sind nur einige wenige Stichworte." Swanti Bräsecke-Bartsch, die sich der Gruppe als Mitglied des Landesbundes für Vogelschutz angeschlossen hatte, verwies darauf, dass mit dem Bund Naturschutz ein großer Umweltverband bereits vor Jahren gegen die Planung der Oberkotzauer Umfahrung geklagt habe. Heute sei zu beobachten, dass die politischen Entscheidungsträger sich nicht mehr einig seien. "Eben weil so lange geplant wurde, muss grundsätzlich die Sinnhaftigkeit überprüft werden," meint Bräsecke Bartsch.

Aus den offiziellen Unterlagen geht folgendes hervor: Der Flächenverbrauch von 26,7 Hektar führt zu einer einschneidenden Umgestaltung der Landschaft . Sieben Brücken werden für die neue Straße gebaut, dazu kommen Böschungen mit bis zu 15 Metern Höhe und andererseits neue Täler mit einer fast ebensolchen Tiefe. Und nicht nur die Landschaft wird sich verändern: auch die Wasserläufe, auch das Grundwasseraufkommen, auch die bisherigen landwirtschaftlichen Flächen und Wege werden massiv beeinträchtigt, und das nicht nur durch die neue Straße selbst, sondern auch durch die Flächen, die im Zuge der Baumaßnahmen als Abstellplatz oder Lagerstätte, als Parkplatz oder Ausweichstrecke verbraucht werden. Lärm und Schadstoffbelastung werden zunehmen und weit höhere Dimensionen erreichen als jetzt in Oberkotzau messbar ist. Mit weißen Schildern versuchen die Gegner dieser Umgehungstraße die Spaziergänger rund um Oberkotzau zu informieren. "Hier verläuft die geplante Umgehung," ist da zu lesen, "Sie stehen hier am Porschnitzweg direkt auf der zukünftigen Umgehung. Der Asphalt befindet sich aber ca. 12 Meter unter Ihren Füßen. Der Weg, den Sie gerade entlanggehen, wird hier unterbrochen werden...." "Die Ausmaße des Bauvorhabens sind immens," meint Kreisrätin Birgitt Lucas.

"Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten," diese Wahrheit gilt für jeden Straßenbau. Natürlich sehen die Umweltschützer auch die Situation im Markt Oberkotzau, aber mit der neuen Straße wird der Individualverkehr gefördert, nicht der Öffentliche Personennahverkehr, so die Schlussfolgerung. Außerdem bleibt der Innerortsverkehr trotz Umgehung überdurchschnittlich hoch, deshalb sollten die Steuergelder besser in die Umgestaltung und Sanierung der Ortsdurchfahrt investiert werden. Um die Situation an der Durchfahrtsstraße auch ohne Umgehung zu verbessern, stehen mehrere Vorschläge für die Verkehrsberuhigung im Ort im Raum: Sanierung der vorhandenen Straße mit Flüsterasphalt, Tempobeschränkung innerorts auf 30 Kilometer pro Stunde, Einbau von Bedarfsampeln oder Kreisverkehren, Schulweghelfer zum Schutz der Kinder, Wiederansiedelung einer Nahversorgung im Süden des Ortes, Radweganbindungen für innerörtlichen Radverkehr bis hin zum Lärmschutz an der Eisenbahnlinie. Aufgrund von offiziellen Verkehrszählungen steht zudem fest, dass ein hoher Grad an Quell- und Zielverkehr im Ort bleibt.

"Die Kosten für das Bauwerk werden sich vervielfachen," diese Vorhersage von Kreisrätin Nanne Wienands überraschte einige der Teilnehmer an der Begehung. "Jeder öffentliche Bau, der heute beginnt, kann sich von der Kostenseite her rasch vervielfachen," meint sie. "Noch kein Bau ist wegen Kostensteigerungen eingestellt worden. Und die wirtschaftliche Situation wird sich vermutlich ändern. Alle diese sachlichen Vorschläge, die die Verhinderung der Ortsumfahrung zum Ziel haben und sich um die innerörtliche Verbesserungsmaßnahmen bemühen, sind nicht nur ökologisch, sondern vor allem wirtschaftlich gesehen viel günstiger als diese neue Straße."

Im Namen der Hofer Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen: Nanne Wienands

Brennpunkt Kornberg

Seit Februar 2020 wurde die Fertigstellung des UVP-Berichtes (Umweltverträglichkeitsprüfung) für die Planung eines Mountainbikeparks am Kornberg immer wieder angekündigt. Jetzt, Mitte Oktober 2020, wird der Bericht der Presse vorgestellt. Ein Termin für die erforderliche Öffentlichkeitsbeteiligung ist noch nicht bekannt.

Die Vereine und Verbände, die sich für Umweltschutz stark machen und die die Planungen für den Kornberg bisher kritisch begleitet haben, sind dazu nicht eingeladen: wegen Corona!? Gut, mit dieser Begründung kann man zur Zeit alles Mögliche verunmöglichen. Der Vorschlag, die gesamte Vorstellung der UVP coronasicher und mit allen Interessierten über eine Videokonferenz durchzuführen, liegt auf dem Tisch. Die betroffenen Vereine und Verbände wären der Bund Naturschutz, der Landesbund für Vogelschutz, der Fichtelgebirgsverein und die Bürgerinitiative "Ruhe für den Kornberg!".

Dass – wie im Landkreis Wunsiedel zugesagt, im Landkreis Hof dagegen nicht – alle Kreisräte die Unterlagen bekommen, ist gleichfalls nicht erkennbar. Von der Bürgerbeteiligung durch die Möglichkeit der Einsichtnahme bei den Verwaltungen der beiden Landkreise – der Kornberg liegt auf dem Gebiet des Hofer und des Wunsiedler Landkreises – hat man ebenfalls noch nichts verlauten lassen.

Wir fordern daher:

  • die Veröffentlichung der Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung unter Beteiligung der fachlich eingebundenen Vereine und Verbände
  • die gesetzlich vorgesehene Beteiligung der Bevölkerung in die Bewertung der Umweltverträglichkeitsprüfung in absehbarer Zeit
  • die direkte Information aller betroffenen Stadt- und Gemeinderäte sowie der Kreisräte in Hof und Wunsiedel
  • eine kritische Betrachtung der Planungen aufgrund der sich darstellenden finanziellen und umweltpolitischen Rahmenbedingungen und wie schon mehrfach gefordert: eine Denkpause von mindestens einem Jahr!

Im Namen der Hofer Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen: Nanne Wienands

Von der Langenau zum Burgstein - sanfter Tourismus und trockener Wald

Eine sehr hohe, leider abgestorbene Fichte.

„Stille hören – Weite sehen – Wald verstehen“ lautete das Motto einer grünen Wanderung von der Langenau zum Burgstein. Thematisch befasste sie sich unter anderem mit den Aspekten sanfter Tourismus und trockener Wald.

Knapp zwanzig Wanderwillige hatten sich dem Arbeitskreis "Umwelt und Tourismus" der Hofer Bündnisgrünen angeschlossen, um den Frankenwald an einer seiner schönsten und interessantesten Stellen zu erkunden. Das Langenautal im Geroldsgrüner Forst hatte der aus Selbitz stammende Kreisrat Klaus Schaumberg ausgesucht, weil es sich ausgezeichnet eignet, um deutlich zu machen, in welch hohem Ausmaß unsere Region für den seit langem von den Grünen geforderten "sanften Tourismus" geeignet ist.

Bei den gezielt gesetzten Pausen während der Strecke wies Schaumberg immer wieder auf die derzeitigen Entwicklungen im Bereich des Tourismus hin. Der aktuelle Trend aller Wanderfreudigen geht nicht erst seit Corona vom Spaß- und Eventtourismus hin zu sinnhaftem Reisen, bei dem man Land und Leute aus einer anderen Perspektive kennenlernen kann. Längst gibt es deutlich erkennbar steigende Nachfragen nach Urlaubsangeboten im Einklang mit der Natur, mit kulturellen Traditionen und authentischen Begegnungen mit Mensch und Natur, gesunder Ernährung mit regionalen Produkten und einem geringen CO2-Abdruck. Kurze Anreisen stehen im Trend, man möchte mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen oder das Auto stehenlassen können bei einer individuellen Unterkunft; man möchte den Kindern prägende Erlebnisse bieten und körperlich gleichzeitig gefordert und verwöhnt werden. "Natur- und SlowTourism sind angesagt," erklärte Schaumberg, der dem Spaß- und Eventtourismus eine nicht zeitgemäße Ausrichtung bescheinigte. Das bayerische Pilotprojekt „Agrotourismus Frankenwald“ würde dem noch jungen Verein "Agrotourismus Frankenwald" ein innovatives und einmaliges Netzwerk aus touristisch attraktiven Bauernhöfen mit Übernachtungs-, Erlebnis- und Kulinarikangeboten an die Hand geben, das geprägt sei von lokal erzeugten Produkten, Handgemachtem, traditionelle Rezepturen, persönlichen Kontakte zu einheimischen Gastgebern und Handwerkern sowie persönlichen Empfehlungen für Ausflüge und Gastronomie.

"Das Projekt der Frankenwaldbrücken konterkariert diesen zukunftsfähigen Trend und zielt auf Massen- und Eventtourismus, in der Hoffnung, dass ein kleiner Prozentsatz der Gäste den Frankenwald als attraktive Urlaubsregion entdeckt. Dadurch wird eine Zielgruppe angesprochen, die kurzfristige Erlebnisse anstrebt, und die gewünschten Qualitätstouristen werden von den technischen Bauten verschreckt," meinte auch Kreisrätin Birgitt Lucas aus Issigau, die begeistert an der Wanderung teilnahm. Schaumberg wies darauf hin, dass der Frankenwaldtourismus durchaus in die richtige Richtung weise mit dem Motto „Stille hören – Weite sehen – Wald verstehen“. "Der Frankenwald bildet als erste zertifizierte Qualitätswanderregion Bayerns eigentlich eine starke Grundlage für die Entwicklung eines Naturtourismus. Deswegen sollte man lieber den Gedanken an die Schaffung eines Biosphärenreservates wieder ins Gespräch bringen," meinte er.

Klaus Schaumberg mit einer Beilage der Süddeutschen Zeitung zum Thema "Wandern".

Mirjam Kühne aus Regnitzlosau, Sprecherin der Hofer Bündnisgrünen, war der Meinung, dass damit ein passendes Prädikat für die historische Kulturlandschaft des Frankenwaldes gefunden sein könnte. "Ein Biosphärenreservat hätte eine viel effektivere touristische Sogwirkung als jede Brücke," meinte sie. Sie erinnerte daran, dass der Fraktionssprecher der Grünen im Bayerischen Landtag, Ludwig Hartmann, den Begriff der "Naturerlebnisdörfer" in die Diskussion gebracht habe. Dies sei analog zu den „Bergsteigerdörfern“ im Alpenraum ein vielversprechender Entwicklungsansatz, der sowohl vom Frankenwald als auch vom Fichtelgebirge aufgegriffen werden könnte. So ganz nebenbei erfuhr die Gruppe der Wanderer den Unterschied zwischen "Forst" und "Wald" - eine interessante Feststellung, mit der man die Landschaft, durch die man läuft, mit anderen Augen sehen kann. Auch die frühere Bedeutung der Baumschwämme - markante Pilzausformungen an abgestorbenen Stämmen - für den Transport von Glut wurde erklärt: daher kommt der Begriff "jemandem Zunder geben".

Die Trockenheit im Wald war nicht zu übersehen - viele abgestorbene Fichten säumten den Weg, und bei den Aussichtspunkten konnte man unübersehbare braune Bereiche im Wald entdecken. Die Ausblicke auf die Landschaft begeisterten alle, gleichzeitig war aber auch die einhellige Meinung zu hören "der Klimawandel hinterlässt unserer Region eine große Aufgabe". Eine wunderbare Brotzeit im nahen Geroldsgrün bildete den Abschluss eines lehr- und erlebnisreichen Nachmittags.

Die Gruppe an einer der Aussichtsstellen mit einem wunderbaren Blick in die Frankenwaldlandschaft.

„Umweltminister erweist Umwelt einen Bärendienst“

Unser KV-Mitglied Birgitt Lucas im Gespräch mit dem BR.

so beurteilt MdL Tim Pargent die jüngste Entscheidung des bayerischen Umweltminister Glauber zur Höllentalbrücke. Mit dieser Ausnahmegenehmigung werden die strengen Schutzbestimmungen für das Naturschutzgebiet Höllental außer Kraft gesetzt. Die Fachexperten des Naturschutzbeirates der Regierung von Oberfranken hatten dem Projekt der Hängebrücke im Höllental aus naturschutzfachlichen Gründen die Zustimmung verweigert. Der Umweltminister positioniert sich damit auch gegen die anerkannten Naturschutzverbände, die den Eingriff in das wertvolle Naturschutzgebiet kategorisch ablehnen. Durch die Erteilung der Ausnahmegenehmigung erweisen sich die Verlautbarungen von Staatsregierung, CSU und FW als bloße Lippenbekenntnisse.

Das Projekt des Landkreises widerspricht den Zielen von Arten- und Klimaschutz. Das Höllental ist Heimat vieler besonders geschützter Pflanzen und Tiere. Flora und Fauna werden durch das Vorhaben geschädigt oder zerstört. Die angestrebten 400.000 Besucher pro Jahr, überwiegend Tagestouristen und 600 geplante Parkplätze erzeugen ein hohes Aufkommen von individuellem KFZ-Verkehr. Dies und die umfangreichen Bauvorhaben, z.B. Besucherzentrum und Höllentalterrassen, wirken sich ungünstig auf die C02-Bilanz aus. Gerade in diesen Zeiten sollten Fördermaßnahmen in sinnvollere Projekte wie z.B. digitale Lernmittel und Schulbauten fließen. Eine Hoffnung bleibt, dass die Finanzierung und die Kostenentwicklung, wie schon der Wirtschaftsminister Aiwanger in der Pressekonferenz andeutete, sich als Hängepartie für die Hängebrücke erweist.

Während in der Alpenregion und anderen bayrischen Feriengebieten Maßnahmen zur Eindämmung des Massen-Eventtourismus erstellt werden, verfolgt der Landkreis Hof mit den Frankenwaldbrücken ein gegenteiliges und vorgestriges Konzept. Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen lehnt daher das Vorhaben Frankenwaldbrücken entschieden ab. Unser Ziel ist der Erhalt und die Ausweitung intakter Naturschutz- und FFH-Gebiete im Einklang mit einer sanften und nachhaltigen touristischen Entwicklung.

Renovierung am Grünen-Büro in Hof startet

Die Eröffnung unseres neuen Bürgerbüros in der Bismarckstr. 32 in Hof kommt mit großen Schritten näher. Mit diesem bekommt der Kreisverband eine feste Präsenz und eine Anlaufstelle für Bürger an zentraler Stelle in der Stadt. Bevor es bald an die feierliche Einweihung gehen kann, musste das Büro natürlich hergerichtet werden. Am vergangenen Wochenende legten die fleißigen grünen Maler daher eine Extra-Schicht ein und peppten das ehemals in Blau gehaltene Versicherungsbüro mit frischem Grün auf. Anbei einige Impressionen von den Renovierungsarbeiten.

Vorstandswahl des KV Hof vom 22.07.20

Neue Sprecherin: Mirjam Kühne, Kreisrätin

Neuer Sprecher: Ralf Reusch

Neuer Schriftführer: Dr. Andreas Künneth

Kassierin bleibt: Gudrun Kiehne, Stadträtin Hof

Beisitzer bleibt: Michael Gückel

Neue Beisitzerin: Marion Klinger

Herzlichen Glückwunsch!

3. Bürgermeister der Stadt Hof: Sebastian Auer

Herzlichen Glückwunsch Sebastian,

mach was Gutes draus für eine ökologische Stadtentwicklung

www.frankenpost.de/region/hof/Ein-Amt-mit-Strahlkraft;art83415,7241329

Gratulation den gewählten Rätinnen und Räten

Stadt Hof: Gudrun Kiehne, Dr. Klaus Schrader, Sebastian Auer, Lena Prenzel, Renate Fuchs

Landkreis: Mirjam Kühne, Birgitt Lucas, Thomas Friedrich, Nanne Wienands, Klaus Schaumberg

Regnitzlosau: Mirjam Kühne

Stammbach:   Hermann Reichel

Schwarzenbach/Saale: Günter Letfuß und Nanne Wienands

Helmbrechts:  Thomas Friedrich

Selbitz:            Klaus Schaumberg

Naila:               Kreistagskandidat Leonhard Crasser für die "aktiven Bürger"

01.01.2020

Unsere Kommunalen Kandidat*innen für 2020

40 Kandidaten für die Kommunalwahllisten in Stadt und Landkreis Hof trafen sich im Galeriehaus Hof.

Am 19.05. trafen Hofer Grüne unsere Freunde aus dem sächsischen Vogtland am Dreiländereck Sachsen, Bayern, Böhmen (Tschechien)

 

 

05.05.2019

Hofer Grüne auf Wanderung mit thüringischen und sächsischen Freunden

Im Sommer 2019 trafen wir in MÖdlareuth auf unsere Sächsischen  und thüringischen Freunde und wanderten nach Hirschberg. Dabei war viel Grüne Prominenz an der Spitze die thüringische Umweltministern Anja Siegesmund. In Hirschberg gab es thüringische Küchleinecken und eine vegetarisch leckere Mahlzeit.

17.05.2018

Höllental

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